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February 08, 2003 Vatikan gegen EU-Konvent Bischöfe wollen für "Gott und Religion" mobilisieren "Absolut unzufrieden" ist der Vatikan mit dem ersten Entwurf der neuen EU-Verfassung. Für den Heiligen Stuhl fehlt der klare Hinweis auf Gott und die Religion, die religiösen Wurzeln Europas würden in Artikel 2 des von EU-Konvents-Präsident Valéry Giscard d'Estaing vorgestellten Entwurfs über die "Grundwerte" überhaupt nicht erwähnt.
Monsignor Aldo Giordano, der Vorsitzende der Europäischen Bischofskonferenzen zeigte sich zutiefst enttäuscht, die Bischöfe müssten jetzt "eine neue Mobilisierung starten", die nationalen Bischofskonferenzen sollten bei ihren Regierungen intervenieren, damit Änderungen angebracht werden. Die religiösen Werte, denen sich der Großteil der europäischen Völker zugehörig fühle, müssten in der neuen EU-Verfassung auf jeden Fall verankert sein, so wie dies Papst Johannes Paul II gewünscht habe.
Politisches Sprachrohr des Vatikan sollen die Christlichen Volksparteien werden. Der Vizepräsident der EVP, Antonio Tajani, sagte in Rom, dem Konvent seien im Jänner von 20 christlichen Konventsmitgliedern die Wünsche des Vatikan überbracht worden. Nach der Ablehnung durch die Konventmehrheit würden die konservativen Mitglieder neue Initiativen setzen; die beste Möglichkeit sei, den "Hinweis auf die religiösen Wurzeln in der Präambel der EU-Verfassung festzuschreiben". Zudem sollte auch auf den juridischen Status der Kirchen Bezug genommen werden.
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© DER STANDARD, 8./9. Februar 2003
Information uploaded by Peter Strempel on February 08, 2003 08:14 PM
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