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April 05, 2003 Rüge an kleine EU-Länder Der Vizepräsident des EU-Konvents Dehaene sieht keine Gefahr einer Vormacht der großen Mitgliedsstaaten. "Die Spannungen zwischen den kleineren und größeren Mitgliedsstaaten halte ich für einen künstlichen Ausbruch." Jean Luc Dehaene, Vizepräsident des EU-Verfassungskonvents, erklärte vor Journalisten in Brüssel, dass die Differenzen zwischen den EU-Ländern nicht so groß seien, wie sie dargestellt würden. Es habe immer schon Unstimmigkeiten zwischen den Unionsstaaten gegeben. Deren Größe spielte dabei aber nie eine so wichtige Rolle wie heute. Die Diskussionen in der EU liefen durch Aktionen wie das jüngste Treffen der kleinen Länder Gefahr, sich auf die falschen Themen zu konzentrieren.
Was den kleineren Mitgliedsstaaten entgegenkommen würde, wäre eine Stärkung der Kommission. Dehaene ist der Ansicht, dass kleine Länder auch "europäisch, effizient und gerecht" mitarbeiten könnten, wenn sie nicht mit einem eigenen Kommissar vertreten wären. Dies sei auch im Interesse der kleineren Staaten: In einer zu große Kommission würde es nämlich zwangsläufig zu einer "Hierarchie der Kommissare" kommen, in der die Vertreter der großen Länder dominieren.
05.04.2003 Quelle: Print-Presse
Information uploaded by Peter Strempel on April 05, 2003 07:18 PM
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